2016-07-25 09:23

Nestlé will nicht lernen

Erneut schlichen sich Nestlé-Wasserspezialisten in einer kleinen Gemeinde ein und begannen mit Arbeiten zum Testen von kommunalen Wasservorkommen. Die Bevölkerung des kleinen Städtchens Waitsfield im US-Bundestaat Washington wurde am Tag der Aufnahme der Nestlé-Vorarbeiten mit einem dürren Communiqué informiert. Den Deal mit Nestlé hatte der Bürgermeister per klammheimlichen Handschlag gemacht.

 

Mitte Juni waren die Mitglieder des City Councils (der Stadtregierung) an ihrer monatlichen Sitzung über die Pläne von Nestlé informiert worden. Nestlé will im Städtchen eine grosse Flaschenwasserfabrik. Die Bevölkerung wurde über das 50-Millionen-Dollar-Projekt nicht informiert.

 

Die am 19. Juli gestarteten Vorarbeiten erwischten sogar die Mitglieder des City Councils auf dem falschen Fuss: „Da sind wir nun, und Nestlé fummelt mit undefinierbaren Arbeiten an unseren Wasservorkommen herum“, sagte KC Kuykendall an der Versammlung des City Councils vom 21. Juli. Kuykendall, selber Council-Mitglied, hatte für das Vorgehen des Bürgermeisters harsche Worte übrig: „Ich verstehe nicht, warum Sie, Bürgermeister, diesen Weg beschreiten. Wir wurden letzten Monat über diese Arbeiten komplett im Dunkeln gelassen.“

 

Der verärgerte Rat überwies darauf einen sofortigen Baustopp für Nestlé. Zuerst soll nun eine Gemeindeversammlung einberufen und die Bevölkerung eingehend informiert werden. Nestlé-Vertreter werden nicht eingeladen. Wie es mit den Nsetlé-Plänen weitergeht, ist offen.

 

Quelle: union-bulletin.com Walla Walla, http://www.union-bulletin.com/news/local_governments/waitsburg/waitsburg-residents-bristle-at-nestle-s-exploration/article_fc5c593e-4f6e-11e6-95aa-a7c23ab0469d.html#comments)

 

Das Vorgehen von Nestlé in Waitsburg, Washington, ist nicht neu. Unser Film „Bottled Life“ von 2012 zeigt ähnlich klammheimliches Vorgehen Nestlés auch im Bundesstaat Maine auf. Nestlé liegt seit Jahren mit zahlreichen US-Gemeinden im Clinch.

 

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