2012-11-28 11:27

Trinkwasser im Test

Wer Hahnenwasser trinkt, handelt umweltfreundlicher, als wenn er Wasser aus der gekauften Flasche trinkt. Das meinen wir Macher von „Bottled Life“. Ein Test der Sendung „Kassensturz“ ergibt nun aber, dass unser Trinkwasser in der Schweiz mit Spuren von Pestiziden und Medikamenten belastet ist. Das sorgt für Verunsicherung bei den Konsumenten. Was tun?

 

Zurecht wird im Kassensturz-Forum darauf hingewiesen, dass die Verunreinigungen sich im Nano-Bereich bewegen. Also verschwindend klein sind. Humantoxikologen und Kantonschemiker geben Entwarnung. Allerdings: die Langzeitfolgen von Pestizid- und Medikamentenrückstände im Trinkwasser sind bisher kaum untersucht worden.

Andere Reaktionen auf den Beitrag sind krass. Da wird gleich von „verseuchtem“ Wasser gesprochen und davon, man trinke nur noch Flaschenwasser, obwohl man deswegen „gehänselt“ werde.

Im Kassensturzbericht war Flaschenwasser kein Thema, wohl aber in der welschen Partnersendung „A bon entendeur“. Vor ein paar Jahren habe eine Untersuchung bei Flaschenwasser sogar höhere Herbizid-Rückstände ausgewiesen als beim Trinkwasser, sagte der Genfer Kantonschemiker Patrick Edder. Und weiter: „Sobald eine Flasche offen ist, besteht die Gefahr von Bakterienbefall, gerade an der Wärme.“ Hinzu komme das Problem der Plastikrückstände, also die Verunreinigung mit Abbauprodukten aus der PET-Verpackung.

Fazit: Flaschenwasser ist keine Alternative. Hingegen sollten wir uns dafür einsetzen, dass das Parlament die notwendigen Gelder für die Verbesserung der Filter in den schweizerischen Trinkwasseranlagen spricht. Eine entsprechende Interpellation liegt vor.

 

Die Sendungen:

http://www.kassensturz.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/11/20/Themen/Gesundheit/Pestizide-und-Medikamente-im-Trinkwasser

http://www.rts.ch/emissions/abe/4282554-des-micropolluants-dans-notre-eau-potable.html

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